«Reisen hat mich Geduld gelehrt»

In der Rubrik «Check-in» beantworten Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Wissenschaft und Sport in jeder Ausgabe zwölf etwas andere Reisefragen. Im aktuellen Globetrotter-Magazin befragen wir den Schweizer Schriftsteller Martin Suter.

Ausgabe: 156  

 

1. Welche drei Adjektive charakterisieren dich als Reisenden am besten?

Neugierig, anspruchsvoll, unvoreingenommen.

2. Was war deine eindrücklichste Begegnung auf Reisen?

Da gibt es keine Rangliste.

3. Was kann dich auf Reisen aus der Fassung bringen?

Fluggesellschaften, die uns Reisende wie eine Schafherde behandeln.

4. Welche drei Gegenstände finden sich auf jeder Reise in deinem ­Gepäck?

Die, die man beim Security-Check vorzeigen muss.

5. Was war das beste Essen, das du auf Reisen probiert hast?

Das Seltsamste: Tarantel in Kambodscha.

6. Was hat dich das Reisen gelehrt?

Geduld.

7. Gibt es etwas, auf das du beim Reisen nicht verzichten kannst?

Inzwischen ist es Komfort.

8. Welche Apps nutzt du auf Reisen?

Mail, Whatsapp, Google Maps, Word, Tidal und andere.

9. Was ist dein Lieblingstransportmittel? Und warum?

Ein Schiff auf dem Mekong. Es gleitet, ohne zu schaukeln, und das Land zieht vorbei.

10. Wohin würdest du reisen, wenn du noch Zeit für genau eine Reise hättest?

Nach Hause.

11. Wenn du ein Land wärst, welches wärst du?

Alles in allem: doch die Schweiz.

12. Was tust du, wenn dich der Kulturschock trifft?

Meistens: mich genieren.

Martin Suter (77)

ist einer der erfolgreichsten zeitgenössischen deutschsprachigen Autoren überhaupt. Der Durchbruch gelang dem früheren Werbetexter 1997 mit «Small World». Seine Romane (darunter «Wut und Liebe» und «Melody») und die «Business Class»-Geschichten sowie die Krimireihe um den Gentleman-Gauner Allmen sind internationale Bestseller. Als junger Mann war Martin auch als Reisejournalist unterwegs, 1977 zum Beispiel für «Geo» auf dem heiligen Berg Athos in Griechenland, wo unser Bild entstanden ist. Auf seiner Website schreibt er dazu: «Wir verbrachten Ostern auf dem Heiligen Berg. Die Mönche begrüssten uns mit ‹Christòs anésti!, Christus ist auferstanden›. Und wir lernten zu antworten: ‹Alithõs anésti!, Wahrlich, er ist auferstanden.› Es waren die anstrengendsten Ostern meines Lebens.» Heute lebt Martin mit seiner Tochter in Zürich.

Martin Suter

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«Das Reisemagazin für Weltentdecker – seit 1982»

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